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Grenzüberschreitungen en masse

Ausgabe #19 • Im Browser ansehen
Roter Faden – der Wochenrückblick
Im Job als Redakteure gehört es quasi zum Tagesgeschäft, sich mit unterschiedlichen Ansichten auseinanderzusetzen, ja, auch mal selbst kritisiert zu werden. Mitunter schlagen bei den Beteiligten die Emotionen hohe Wellen, und dabei mag auch mal das eine oder andere böse Wort fallen. Das ist entsprechend einzuordnen, man redet darüber – und in der Regel bleibt da auch nichts hängen.
Grenzüberschreitungen können allerdings auch ein Stilmittel sein, die bewusst eingesetzt werden, um den eigentlichen Kern einer Diskussion in den Hintergrund zu drängen. In den vergangenen Tagen und Wochen mussten Politiker, Landrat, Experten und schlussendlich auch die WZ unzählige von Schmähungen über sich ergehen lassen. Worte aus der Kategorie „Diktator“ und „Hasadeure“ traten an die Stelle sachlicher Diskussion, vieles von dem, was als „Medien-Mitteilung“ in die Welt hinausposaunt wurde, war nur schwer zu ertragen. Nicht nur, weil die Tonlage unsäglich aggressiv war, sondern auch deshalb, weil schlicht mit Lügen hantiert wurde.
Wir wissen nicht genau, was die Initiatoren des Bürgerbegehrens treibt, derartige Entgleisungen en masse zu produzieren, aber eines dürfte klar sein: Niemand soll glauben, dass er unseren gesellschaftlichen Frieden im Heidekreis in dieser Art und Weise stören kann, ohne dass die WZ dazu klar Position bezieht. Das ist unsere Aufgabe, und der habe ich mich diese Woche in unserem Leitartikel angenommen.

Maximale Eskalation - Meinung - Walsroder Zeitung
Was genau und in jüngster Zeit vorgefallen ist, lässt sich in diesem Artikel nachlesen:
Chronologie einer bemerkenswerten Absage des Bürgerbegehrens - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Verantwortungsvoll mit seiner Aufgabe umgehen, möchte Björn Symank – wenn er denn im September als neuer Samtgemeindebürgermeister von Rethem gewählt wird. Die erste Hürde hat der 42-Jährige mit Bravour genommen: CDU und SPD nominierten den möglichen Nachfolger des scheidenden Amtsinhabers Cort-Brün Voige mit großen Mehrheiten. Er wolle „etwas machen, für das mein Herz schlägt“. Die Verwaltungsleitung in der Samtgemeinde Rethem sei so eine Aufgabe, hat er unserem Redakteur Dirk Meyland verraten: „Als Kopf der Verwaltung möchte ich Ideen entwickeln – aber ich bin nicht derjenige, der alles entscheidet. Das kommt von den Bürgern über den Umweg der Räte.“ Das gesamte Portrait über den möglichen neuen Rethemer Samtgemeindebürgermeister finden Sie hier:
Björn Symank: Keine Angst vor Neuland - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Und natürlich kann auch dieser „Rote Faden“ nicht an der Pandemie-Entwicklung vorbeigehen. Das Angebot, Modellregion zu werden, um größere Freizügigkeiten zu testen, wird keine Kommune im Heidekreis annehmen. Einmütig waren die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Ansicht, dass die steigenden Inzidenzen auch im Heidekreis einen solchen Schritt nicht zulassen. Stattdessen soll die Testinfrastruktur schnell ausgebaut werden. Unter anderem mit mobilen Testzentren auf Kaufhaus-Parkplätzen.
Modellregion: Kommunen sagen wegen hohen Inzidenzwerten ab - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Auf einen leeren Parkplatz schaut derzeit Marcel Hambruch. Der Betreiber der Straußenfarm in Vierde setzt alle Hoffnungen auf die Grillsaison. Wenn Corona schon Urlaub und Ausflüge ausbremst, dann sollte doch das heimische Barbecue mit hochwertigem Fleisch der Freizeit-Renner 2021 werden. Wie Hambruch durch die Pandemie kommen will, dass hat er unserem Redakteur Manfred Eickholt erklärt.
Frühlingsgefühle auf dem Straußenhof - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Ich wünsche Ihnen im Namen der WZ ein ruhiges Osterfest – und bleiben Sie gesund.
Jens Reinbold, Stellvertretender Redaktionsleiter
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